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Die Fachanwalt-Ausbildung - Ablauf und Voraussetzungen

Stand: 04.03.2020

Die Ausbildung und Zulassung zum Fachanwalt ist in der FAO (Fachanwaltsordnung) geregelt. Für die Verleihung der Fachanwaltsbezeichnung muß der Rechtsanwalt theoretische und praktische Kenntnisse nachweisen.

 

Praktische Kenntnisse

Der Nachweis der praktischen Kenntnisse setzt zunächst eine "dreijährige Zulassung und Tätigkeit innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung" durch den Antragsteller voraus (§ 3 FAO).

Zusätzlich muß eine Mindestzahl von "persönlich und weisungsfrei" bearbeiteten Fällen im betreffenden Rechtsgebiet bearbeitet worden sein. Zum Nachweis müssen Falllisten vorgelegt werden, die regelmäßig folgende Angaben enthalten müssen: Aktenzeichen, Gegenstand, Zeitraum, Art und Umfang der Tätigkeit, sowie Verfahrensstand. Der Fachausschuss kann ferner verlangen, dass anonymisierte Arbeitsproben vorgelegt werden.

Die Mindestzahl der nachzuweisenden Fälle hängt vom Rechtsgebiet ab, so sind im Arbeitsrecht mindestens 100 Fälle, im Familienrecht 120 Fälle und Verkehrsrecht 160 Fälle notwendig, die Details sind in § 5 FAO aufgeführt.

 

Theoretische Kenntnisse

Der Nachweis der theoretischen Kenntnisse setzt in der Regel die Teilnahme an einem entsprechenden Fachanwaltslehrgang von mindestens 120 Zeitstunden voraus, § 4 FAO.

Auf fachanwaltslehrgang.de finden Sie eine Übersicht zahlreicher Anbieter von Fachanwaltslehrgängen.

Zwar ist nach § 4 Abs. 3 FAO ausdrücklich auch der Nachweis von "außerhalb eines Lehrgangs" erworbenen theoretischen Kenntnissen zulässig, dies dürfte sich jedoch in der Praxis schwierig und eher aufwendiger als der Besuch eines entsprechenden Fachanwaltslehrgangs gestalten.

Der Lehrgang muß mindestens drei schriftliche Leistungskontrollen mit einer Gesamtdauer von mindestens 15 Stunden umfassen, § 4a FAO. Der Nachweis der theoretischen Kenntnisse erfolgt durch die Vorlage der Zeugnisse des Lehrgangsanbieters.

Zum Nachweis der theoretischen Kenntnisse (oder der praktischen Erfahrungen) ist ein Fachgespräch mit einer Dauer von 45 bis 60 Minuten zu führen, § 7 FAO. Der Fachausschuss kann jedoch auf dieses Fachgespräch verzichten, wenn sich bereits aus den vorgelegten Unterlagen die geforderten Kenntnisse ergeben.

 

Nach der Zulassung zum Fachanwalt

Nach der Zulassung ist jährlich gemäß § 15 FAO eine Fortbildung für den Fachanwalt durchzuführen.

 

Angaben ohne Gewähr, wir freuen uns über Ergänzungsvorschläge an kontakt@fachanwaltslehrgang.de.

 

 

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Häufige Fragen

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- Wie wird man Fachanwalt?
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- Fachanwaltsordnung - FAO

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